Autor: X-tof

  • Auckland: Lightpath, neue Radnetz-Verbindung

    In der neuseeländischen Stadt Auckland wurde ein neuer Radweg errichtet. Er wird Lightpath genannt (hat auch eine eigene Wikipedia-Seite) und sticht sowohl durch sein nächtliches Beleuchtungskonzept, wie auch durch den pinken Belag heraus. Er ist eine gut zu fahrende Verbindung zwischen verschiedenen Stadtteilen, die vorher aufgrund von großen Autobahn-Schneisen eigentlich gar nicht für Radfahrer*innen verbunden waren.

    Dieser Radweg hat schon ein paar internationale Design- und Architektur-Preise gewonnen, was man auf den Bildern in diesem Artikel auch gut nachvollziehen kann. In der offiziellen Meldung der Stadt kann man lesen, dass das Projekt 18Mio NZ$ gekostet hat und es damit nur ein kleiner Teil des 200Mio NZ$-Etats ist, den die Stadt in den folgenden drei Jahren für den Radverkehr eingeplant hatte.

  • Fort Collins: Start eines Fahrrad-Förderprogramms

    Die US-amerikanische Stadt Fort Collins, Colorado, arbeitet ernsthaft daran, den Radverkehrsanteil zu steigern. Es gibt dort beispielsweise Informationskampagnen, die die Vorteile des Radfahrens beschreiben und Bestrebungen, das aktuelle Radwegenetz sinnvoll auszubauen und zu erweitern. Zusätzlich dazu gibt es noch diverse Veranstaltungen, die alle Menschen (all ages and all abilities) davon überzeugen wollen, mit dem Fahrrad zu fahren.

    Im Artikel kann man noch lesen, dass Schulen und Familien ein großer Punkt in dem ganzen Konzept darstellen und mit eigenen Aktionen und Veranstaltungen adressiert werden.

  • Istanbul: Stadtverwaltung bekommt Dienstfahrräder

    Der Bürgermeister des Istanbuler Stadtteils Zeytinburnu hat alle Dienstwagen seiner Mitarbeiter gestrichen und sie vor die Wahl gestellt, zu laufen oder mit dem Fahrrad zu fahren. Das hat anfangs noch für Verwunderung gesorgt, inzwischen sind viele der Mitarbeiter vom „Konzept Fahrrad“ jedoch überzeugt und wollen gar nicht zum Statussymbol „möglichst großes Auto“ zurück. Sie haben eingesehen, dass es in der verstopften Stadt einfach schneller ist und dazu noch gesund und klimaschonend. Der Bürgermeister geht auch mit gutem Beispiel voran und führt jeden Sonntag eine Radtour mit 200-300 Menschen durch den Stadtteil an.

    In den Artikeln bei DLF, HR und NDR kann man lesen, dass die Stadt dafür auch 500 Fahrräder angeschafft hat und für den ein oder die andere Mitarbeiter*in erst noch einen Fahrradkurs anbieten musste.

  • London: wieso Tempo 30 Zonen erfolgreich sind

    Ein Vergleich mit Londons Tempo 30 Zonen (bzw. 20 mph) im Vergleich zu den bestehenden Zonen in New York zeigt, dass es Unterschiede gibt. Es reicht nicht einfach nur aus, ein Schild und einen „stillen Polizisten“ (speed humps) aufzubauen, wie es in New York aktuell üblich ist, sondern man sollte noch weitere Maßnahmen einrichten, damit die Zone mit reduzierter Geschwindigkeit auch erfolgreich wird und effektiv Verkehrsunfälle verhindert. London hat dazu noch weitere bauliche Maßnahmen ergriffen, wie erhobene Gehwege und Kreuzungen, Gehweg-Verbreiterungen, Fußgänger-Inseln, Verkehrsinseln, kleine Kreisverkehre und weiteres.

    In New York hat man nun von London gelernt und will die Straßen dort auch mit diesen Maßnahmen sicherer machen, schreibt das Streetsblog.

  • Darmstadt: Parkhaus für Fahrräder

    In Darmstadt wird aktuell ein 11,80m hohes Parkhaus für Fahrräder errichtet, ein weiteres dieser Art ist bereits geplant. Es wird Platz für über 200 Fahrräder geben, insgesamt sind über 300 sichere Stellplätze für hochwertige Fahrräder in der Stadt geplant.

    Der Artikel befasst sich auch mit dem Punkt, dass dafür zwar 14 KFZ-Stellplätze wegfallen werden, es für dieses Parkhaus allerdings keinen besseren Alternativ-Ort gibt.

  • Esslingen: Masterplan für saubere Luft

    In Esslingen, einer Stadt im Stuttgarter Speckgürtel, wollen der Oberbürgermeister und die regierenden Politiker*innen Fahrverbote unter allen Umständen vermeiden. Dazu wurde in der Stadt ein sog. „Green City Plan“ erstellt, der verschiedene Maßnahmen enthält. Zwei von drei Bussen des Verkehrsbetriebs sollen Elektrobusse werden und der ÖPNV soll auch auf eigenen Spuren und Schleusen unterwegs sein können. Obligatorisch ist natürlich die Stärkung des Radverkehrs.

    Im Artikel steht jedoch auch, dass dafür noch Geld gesucht wird und man hofft auf Gelder vom Bund.

    Interessant aus Stuttgarter Sicht, wo man sich von Seiten der Politik offensichtlich mit Fahrverboten zufrieden gibt.

  • Salt Lake City: Umsatzerhöhung nach Erstellung von Radwegen

    In der US-amerikanischen Stadt Salt Lake City wurde ein geschützter Radweg erstellt. Dazu kamen weitere Maßnahmen, wie verbesserte Fussgänger-Übergänge, farbliche Gehwege, große Beete mit Pflanzen, etc. Aufgrund dieses Umbaus der Straße stieg der Umsatz dort um 8,8% – verglichen mit lediglich 7% in anderen Teilen der Stadt.

    Mehr als die Hälfte der Geschäftsleute an der umgebauten Straße befürwortet diesen Umbau im Nachhinein, lediglich 20% finden es nicht so gut. Mehr Infos darüber und Bilder davon gibt es in diesem (englischen) Artikel.

  • Rotterdam: Wärmesensoren an Ampeln

    In Rotterdam wurden Wärmesensoren an Ampeln installiert. Diese erkennen in der Rush-Hour größere Mengen an Radfahrer*innen und bevorzugen diese dann auch bei der Ampel-Schaltung.

    Wie dieser Artikel (Artikel, tot) schreibt, ist dies eine von vielen weitere Maßnahmen, die Holland zur #1 der Fahrrad-Nationen gemacht hat.

  • Trondheim: Fahrrad-Lift

    In der norwegischen Stadt Trondheim wurde bereits 1993 ein Fahrrad-Lift gebaut. Auf einer Strecke von 130m wird damit eine Steigungen von bis zu 18% überbrückt. Laut der zugehörigen Wikipedia-Seite ist es dort bis heute zu keinem einzigen Unfall gekommen. Die Fahrten sind seit dem Umbau 2012/2013 frei. Wenn man nach dem bisherigen Namen „Trampe“ oder der heutigen Bezeichnung „CycloCable“ sucht, findet man einige Berichte darüber im Internet.

    Die Stadt bewirbt es auch als Sehenswürdigkeit auf der Tourismus-Seite und natürlich gibt es Videos darüber.

    In Stuttgart hingegen legt man immer wieder die Hände in den Schoß und meint dann resignierend, dass man „wegen der Berge“ nicht Radfahren könne (was jedoch spätestens seit der Erfindung der Gangschaltung, leichten Alu-Rahmen und natürlich der Elektrifizierung der Fahrräder nur noch Quatsch ist).

  • Karlsruhe: Umbau einer Parkgarage

    Die Stadt Karlsruhe hat den Anspruch, den bisherigen Anteil der Fahrrad-Fahrer*innen am Modal Split von aktuell 25% noch weiter zu steigern, auf mindestens 30%. Um dies zu erreichen, ergreift sie viele Maßnahmen. Eine davon ist der Umbau einer bestehenden Tiefgarage mit 38 Parkplätzen für Autos. Nach dem Umbau standen mehr als 600 Parkplätze für Fahrräder zur Verfügung. Also ein Verhältnis von etwa 16 Fahrrad-Stellplätzen auf dem Platz von einem ehemaligen Auto-Parkplatz. Es gibt auch extra-große Fahrrad-Abstellplätze für Lastenräder oder Räder mit Kinderanhängern.

    In dem Artikel wird erwähnt, dass zusätzlich noch Umkleideräume mit abschließbaren Spinden (z.B. zum Laden von eBike-Akkus) und eine Service-Säule eingerichtet wurden.