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  • Nairobi: zwei Auto-freie Tage pro Woche

    In Nairobi, der kenianischen Hauptstadt, die nach Kalkutta am meisten mit Verkehrsproblemen zu kämpfen hat, sollen zwei Tage pro Woche Auto-frei werden. Jeden Mittwoch und Samstag soll es ein Verbot für die Benutzung von privaten PKW geben. Damit wird nicht nur der Dauerstau reduziert, es wirkt sich natürlich auch positiv auf das soziale Leben in der Stadt aus, senkt die Temperatur in der Stadt, weil mit dem freien Platz grüne Inseln geschaffen werden können, verringert Abgas- und Lärmbelastung, etc.

    Beim World Economic Forum gibt es einen (englischen) Artikel darüber, der auch die erschreckende Zahl von sieben Menschen nennt, die dort täglich im Straßenverkehr umkommen.

  • Winnipeg: geschützter Radweg über Nacht

    Im kanadischen Winnipeg wurde ein kompletter Block mit einem geschützten Radweg versehen. Das besondere daran: es hat lediglich zwei ausführende Personen benötigt, die dafür einen Tag benötigt haben.

    Es gibt einen Tweet dazu, der davon zwei Bilder hat. Solche alltäglichen Allerwelts-Dinge sind dort scheinbar nicht mal ein Zeitungsartikel wert, der Tweet ist jedoch weltweit ziemlich viral gegangen.

  • Victoria: jährlicher Auto-freier Tag

    Im kanadischen Viktoria, auf Vancouver Island, gibt es seit mehreren Jahren einen Auto-freien Tag. Die Bilder zeigen auch, dass dieser unglaublich gut angenommen wird und scheinbar von Menschenmassen besucht wird.

    Auf der Homepage kann man u.a. sehen, dass er sogar von der „Downtown Buisness Association“ unterstützt wird, dessen deutsche Pendants bei solchen Aktionen sofort laut aufschreien und den Tod jeglichen lokalen Handels dadurch befürchten.

  • Jerusalem: Verdreifachung des Radwege-Netzes

    Die Stadt Jerusalem hat den Plan, das bestehende Radwege-Netz von aktuell 43km bis zum Jahr 2023 zu verdreifachen. Der erste Radweg wurde 2011 eröffnet, im Jahr 2019 soll ein weiteres Stück von 13km hinzukommen, der Rest der fehlenden 80km in drei weiteren Stufen.

    Im Artikel ist auch eine Karte des geplanten Radwege-Netzes zu sehen. Dies macht auf Ortsfremde den Eindruck, ein vernünftiges Netzwerk ohne nennenswerte Lücken zu sein.

  • Utrecht: vorher/nachher Bilder

    Von Utrecht gibt es ein paar vorher/nachher-Bilder. Selbst die vorher-Bilder sehen oft nicht so schlecht aus, wie die typische deutsche Großstadt. Vor allem die Bilder von Singel erinnern uns an die große Hauptstädter Straße in Stuttgart, die wir auch viel lieber als Fluss durch die Stadt sehen möchten!

    Auf der niederländischen Seite gibt es noch mehr dieser Bilder.

  • Frankfurt: Abschaffung der kostenlosen Parkplätze

    Frankfurt wird evtl. die kostenlosen Parkplätze abschaffen. Dies passiert allerdings nicht ganz freiwillig, es wurde vom Verwaltungsgericht in Zuge der Fahrverbots-Urteile angeraten:

    „Die Reduzierung, beziehungsweise Abschaffung kostenlosen Parkraums dürfte zu einer erheblichen Abnahme des innerstädtischen motorisierten Individualverkehrs, insbesondere des Parksuchverkehrs, und somit zu einer signifikanten Minderung des NO2-Belastung führen, selbst wenn die Minderungswirkung durch die Beteiligten nicht konkret beziffert wurde.“ – so zitiert dieser Artikel aus dem Urteil.

  • Saskatoon: umfänglicher Straßenumbau

    Die kanadische Stadt Saskatoon musste eine Brücke neu bauen, die als Victoria Avenue mitten durch ihre Stadt geht. Dabei wurden alle Verkehrsarten berücksichtigt, neben den KFZ-Spuren gibt es auch einen geschützten Radweg und gute Fußwege.

    In der Pressemeldung ist zu lesen, dass dadurch alle gewonnen hätten, zusätzlich gibt es noch ein Video, bei dem man einen guten Eindruck davon bekommt.

  • Linz: Grüne Welle für Radfahrer*innen

    In Linz ist ein Pilotprojekt gestartet, das eine grüne Welle für Radfahrer*innen an bestimmten Straßen einrichten wird. Aktuell ist es geplant, dass die Radfahrer*innen mit einer Smartphone-App ihren Standort und Geschwindigkeit an die Ampeln melden müssen, damit es funktioniert.

    Der Verkehrsstadtrat wird in diesem Artikel mit dem Satz zitiert, dass „Radfahrer lange wie Stiefkinder behandelt wurden. Das gehört abgeschafft.“

  • Rotterdam: Regensensoren an Ampeln

    In Rotterdam gibt es Ampeln, die mit Regensensoren ausgestattet sind. Falls diese feststellen, dass es regnet, werden Radfahrer*innen an den Ampeln bevorzugt behandelt. Der Hintergrund ist, dass ein*e Autofahrer*in vom Wetter außerhalb nichts mitbekommt, der*die Radfahrer*in jedoch schon.

    Das ist jedoch nur eine von 40 Maßnahmen, die die Stadt Rotterdam ergriffen hat, um das Radfahren noch weiter zu fördern, wie in diesem Artikel von 2015 zu lesen ist.

  • Guelph: Kreuzung mit geschützten Radwegen

    An einer der meist befahrenen Kreuzungen in der kanadischen Stadt Guelph wurde ein kompletter, geschützter Radweg erbaut. Für die Stadt war die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl der Radfahrer*innen, ebenso wie die Einhaltung der Regeln, die Motivation dazu.

    Da es die erste Kreuzung dieser Art in Guelph ist, war es der lokalen Zeitung auch einen Bericht wert.