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  • Utah: Einführung des Idaho-Stop

    Im amerikanischen Staat Utah wird darüber gesprochen, den sog. „Idaho Stop“ für Radfahrer*innen einzuführen. Das bedeutet, dass an einer roten Ampel oder einem Stopp-Schild nicht mehr zwingend angehalten werden muss. Wenn alles frei ist, darf der*die Radfahrende wie bei einem „Vorfahrt achten“-Schild fahren. Der Name kommt aus dem benachbarten Staat Idaho, der diese Regelung bereits seit 1982 hat und dort die verunglückten Radfahrer*innen um 14% reduziert wurden.

    Die politische Vertreterin dieser Initiative wird damit zitiert, dass man dem Urteilsvermögen der Radfahrenden vertrauen solle, denn sie wissen, dass sie bei Unfällen die Verlierer sind.

     

  • Halle: Verbot von „Elterntaxis“

    Die Stadt Halle will im Frühjahr damit beginnen, an drei Grundschulen die sog. „Elterntaxis“ zu verbieten. Dazu werden in 200-300m Entfernung dreier Grundschulen Hol- und Bringzonen eingerichtet. Das soll verhindern, dass die Eltern mit den Autos direkt vor die Schultüre fahren und dabei die anderen Kinder behindern und gefährden.

    Im Bericht wird davon gesprochen, dass es eine politische Initiative sei, die den Kindern damit nebenbei auch noch etwas mehr Selbstständigkeit beibringen will.

  • Sydney: temporäre Spielstraßen

    In der australischen Großstadt Sydney gibt es Pläne, bestimmte Straßen zeitweise für den Autoverkehr zu sperren. Sie sind damit zugänglich für Kinder, die den neu gewonnenen Raum zum Spielen und Toben nutzen können. Im Frühjahr, bzw. deren Winter, soll mit den Tests dieser temporären Spielstraßen begonnen werden.

    Im Artikel ist zu lesen, dass es Regelungen für diese Straßen gibt (sie dürfen z.B. nicht an einem Park sein) und dass während der Zeit keine „kommerziellen Aktivitäten“ erlaubt sind.

  • „Vollständige Straßen“ in Kanada

    Kanada nimmt es ernst mit der Umsetzung von Vision Zero. Viele kanadische Städte haben sich ein Grundlagen-Dokument gegeben, das regelt, wie die Straßen in ihrer Kommune gebaut werden sollen. Hierbei gilt, dass Menschen jedes Alters sich dort sicher bewegen können, nicht nur die Autofahrenden, wie in so vielen Städten hier in Deutschland. Es gilt vor allem für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen, ebenso für ÖPNV-Nutzer*innen. Solche Straßen werden dann sinnvoll als „complete street“ bezeichnet, eine „vollständige Straße“.

    Dazu gibt es auch eine Webseite mit einer Karte, die alle diese Absichtserklärungen sammelt und für einige Städte auch Beispiele der Umsetzung anzeigt.

  • Schokofahrt Stuttgart

    Schokofahrt Logo
    Der Zweirat Stuttgart plant, an der Schokofahrt #5 Ende April 2019 teilzunehmen. Dafür werden wir mit einigen Lastenrädern von Stuttgart in den Raum Mannheim/Germersheim radeln. Dort übernehmen wir die Schokolade, die bereits die weite Reise von Amsterdam auf verschiedenen Fahrrädern zurückgelegt hat, und bringen sie nach Stuttgart.

    Wir suchen aktuell Menschen, die mit uns mitfahren wollen.  Ihr solltet am besten ein Lastenrad haben (ein Fahrrad mit Packtaschen oder Anhänger geht natürlich auch) und einigermaßen fit sein, da wir über 100 Kilometer am Tag radeln werden.

    Wir suchen außerdem Läden in und um Stuttgart, die diese Idee – so wie wir – super finden. Wir wünschen uns hier persönliche Kontakte, die die Schokolade bei den Chocolate Makers bestellen und dann die Schokolade verkaufen wollen.  Bisher angefragt sind der Reyerhof in Möhringen, die Stuttgarter Weltläden (Vaihingen, Botnang, Gablenberg, Planie, Wangen und Zuffenhausen) und der Plattsalat in Stuttgart-West.

    Ihr wollt mit uns mitfahren? Dann tragt Euch hier schon mal in die Umfrage ein und meldet Euch dann bei uns, damit wir Euch in die Verteilerliste aufnehmen können.

    Schokofahrt Stuttgart Logo

    Ihr kennt weitere potentielle Geschäfte in Stuttgart und Umgebung?  Dann meldet Euch bei uns.

    Weiterführende Links:

  • München: Gesamtkonzeption zum Fahrradparken

    In München hat der Stadtrat fast einstimmig eine Gesamtkonzeption beschlossen, in der 1.000 neue Fahrradstellplätze pro Jahr erschaffen werden sollen. Dabei sollen auch vermehrt Auto-Parkplätze umgewandelt werden. Zum Konzept gehören auch Flex-Parkplätze, d.h. dass es z.B. vor Schulen tagsüber Fahrradparkplätze gibt, nach der Schulzeit dann KFZ-Parkplätze.

    Im Artikel der Süddeutschen Zeitung ist auch zu lesen, dass ebenfalls drei Pilotprojekte mit „saisonalen Abstellflächen“ gestartet werden sollen.

    Für uns Stuttgarter ist es ein bisschen sonderbar zu lesen, dass sogar die CSU dafür ist, dass der Umstieg vom Auto zum Rad möglichst attraktiv gestaltet werden. Hier wird eher das Gegenteil gefordert und 75 Radbügel in einem Stadtteil werden als großer Erfolg im „Kampf um jeden Zentimeter“ verkauft.

  • Habemus Fahrrad-Beauftragte!

    Wir vom Zweirat Stuttgart heißen Frau Éva Ádám herzlich in Stuttgart willkommen und wünschen ihr alles Gute und vor allem sehr viel Erfolg als neue Fahrradbeauftragte! Nach einigen Gerüchten hat die Stadt heute eine offizielle Meldung dazu veröffentlicht. Uns freut es, dass diese wichtige Stelle in der Stadt nach dem internen Wechsel von Herr Claus Köhnlein wieder mit einer starken Persönlichkeit besetzt ist.

    Gerne treten wir mit ihr in einen konstruktiven Dialog für ein fahrradfreundliches Stuttgart und freuen uns auf ein baldiges Kennenlernen.  Natürlich kann sie bei allem, was das Thema „Fahrrad fahren in Stuttgart“ angeht, auf unsere tatkräftige Unterstützung zählen.
    Denn wir denken, dass Stuttgart schon längst keine Auto- sondern vielmehr eine Fahrrad-Stadt ist!

  • Leipzig: eigene*r Fußverkehrsverantwortliche*r

    Die Stadt Leipzig will den Autoverkehr reduzieren, indem sie einen Großteil der sehr kurzen Autofahrten auf den Fußverkehr verlagern möchte. Man geht davon aus, dass jede fünfte Autofahrt im Innenstadt-Bereich (ca 22%) kürzer als zwei Kilometer ist. Diese Strecke kann jeder gesunde Mensch innerhalb weniger Minuten ohne Probleme zu Fuß laufen. Dass die Infrastruktur auch so angelegt wird, dass sie dabei kein Hindernis ist, ist u.a. eine Aufgabe dieser*s Fußverkehrsverantwortlichen.

    In dem Artikel steht, dass der aktuelle Fußverkehrsverantwortliche das Zu-Fuß-Gehen auch zu einem „Coolness-Faktor, wie beim Radfahren“ verhelfen möchte.

  • Auckland: Lightpath, neue Radnetz-Verbindung

    In der neuseeländischen Stadt Auckland wurde ein neuer Radweg errichtet. Er wird Lightpath genannt (hat auch eine eigene Wikipedia-Seite) und sticht sowohl durch sein nächtliches Beleuchtungskonzept, wie auch durch den pinken Belag heraus. Er ist eine gut zu fahrende Verbindung zwischen verschiedenen Stadtteilen, die vorher aufgrund von großen Autobahn-Schneisen eigentlich gar nicht für Radfahrer*innen verbunden waren.

    Dieser Radweg hat schon ein paar internationale Design- und Architektur-Preise gewonnen, was man auf den Bildern in diesem Artikel auch gut nachvollziehen kann. In der offiziellen Meldung der Stadt kann man lesen, dass das Projekt 18Mio NZ$ gekostet hat und es damit nur ein kleiner Teil des 200Mio NZ$-Etats ist, den die Stadt in den folgenden drei Jahren für den Radverkehr eingeplant hatte.

  • Fort Collins: Start eines Fahrrad-Förderprogramms

    Die US-amerikanische Stadt Fort Collins, Colorado, arbeitet ernsthaft daran, den Radverkehrsanteil zu steigern. Es gibt dort beispielsweise Informationskampagnen, die die Vorteile des Radfahrens beschreiben und Bestrebungen, das aktuelle Radwegenetz sinnvoll auszubauen und zu erweitern. Zusätzlich dazu gibt es noch diverse Veranstaltungen, die alle Menschen (all ages and all abilities) davon überzeugen wollen, mit dem Fahrrad zu fahren.

    Im Artikel kann man noch lesen, dass Schulen und Familien ein großer Punkt in dem ganzen Konzept darstellen und mit eigenen Aktionen und Veranstaltungen adressiert werden.